Färberblog

Eichenrinde 

07.06.2020


Heute haben wir uns an der Färbung mit Eichenrinde auf Tussahseide versucht. Das Ziel war ein Grauton auf Seide.


Die Rinde haben wir über Nacht in kaltem Wasser einweichen und heute für ca drei Stunden aufkochen lassen. Danach kam die tropfnasse Seide dazu, die wir im Vorfeld in essigsaurer Tonerde (Kaltbeize) vorgebeizt hatten.

Etwa eine Stunde später konnten wir die Farbe mit Eisensulfat entwickeln. 


Aus einem hübschen beigebraun wurde, nach einigen Minuten, ein zunehmend dunkler werdendes Silbergrau. 


Wichtig ist, dass die Faser zwischen dem Färben und Entwickeln nicht auskühlt oder trocknet. 
Die beste Temperatur zum Entwickeln liegt zwischen 50 und 70 Grad. 
Da das Eisensulfat die Faser angreift, muss man da sehr vorsichtig sein und unbedingt Handschuhe tragen. 



Nicht verunsichern lassen, die Farbe brauch einige Zeit um sich zu verändern. 

Goldrute

September 2019


Diese Färbung stammt aus dem Jahr 2019 und war eine spontane Entscheidung. Eigentlich wollten wir nur kleine Baumwollteppiche färben um zu schauen, wie sich die Faser mit Pflanzenfarbe macht. Erfahrungswert hierzu: grand malheur de kack, aber wir mussten es ja unbedingt ausprobieren. 


Da wir Goldrute im Garten haben, wurden die Pflanzen geerntet und direkt aufgekocht. Hierbei ist die Dosierung recht einfach, denn es benötigt genauso viel Goldrute wie Faser, in diesem Fall Wolle. 

Vorgebeizt haben wir wieder mit essigsaurer Tonerde.

Verkocht sind die Blätter kaum mehr aus der Faser zu bekommen, weshalb wir vor dem Färbegang alles rausgesiebt haben, bevor die Wolle dazu kam. 


Der erste Zug ergab ein leuchtendes Gelb, der zweite brachte ein dezentes gelbgrün. 



Diese Website verwendet Cookies. Durch Klicken auf ' Zustimmen' akzeptieren Sie unsere Verwendung von Cookies.

Akzeptieren